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PILOT REISEN

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Rückführung Nightliner Reiseblog

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Mittwoch, 21. September 2016
Städtehüpfer Vilnius - Berlin

Auf dem Weg aus Moskau kamen wir zu einer kurzen "Gratis" Lichterfahrt. Wir versuchten herauszufinden, was wir auf der Stadtrundfahrt alles gesehen haben, was jetzt im Dunkeln der Nacht hell leuchtet. Von seiner schönsten Seite zeigten sich die Hochhäuser im Geschäftsviertel von Moskau. Plötzlich wurde die Ruhe durch Aufregung gestört. Der Bus musste anhalten und Markus wurde mit einem Polizeiauto mitgenommen aufs Revier. Banges Warten bis er nach einiger Zeit zurück kam, 100 Euros weniger im Portemonnaie. Die Fahrt geht weiter. Am frühen morgen erreichen wir Terehova um auszureisen aus Russland. Erneut war Geduld angesagt. Hier war gerade Schichtwechsel und die Beamten nahmen es locker bis die ersten Fahrzeuge die Grenze passieren durften. Gegen Mittag wurde im Pass der Stempel mit "ausgereist am 16.09.2016" gedruckt. Anschliessend durften wir unsere letzten Milch- und Fleischprodukte beim lettischen Zoll abgeben, wer vorher nicht aufgegessen hatte. Die Zöllner waren grosszügig und liessen uns die Joghurts essen und die vorhandenen Wurst- und Käsepackungen. Der Rest landete im grünen Container.
Weil der Bus von Pilot Reisen schneller vorankam, besuchten diese die hübsche Stadt Vilnius mit Burganlagen und der Altstadt mit verwinkelten Gassen. Auf dem Handwerkermarkt wurde getrocknetes Fleisch, Fladenbrot und Zitronenkuchen gekauft das am nächsten Tag als Apero offeriert wurde. Den Spendern sei Dank
Der zweite Bus machte seine Ruhepause an einem ruhigen Waldrastplatz. Wir stellten einen Tisch auf und jeder gab seine noch vorhandenen Lebensmittel, den guten Wein, das Bier und den Prosecco. Es entstand ein herrliches Abend-Buffet. Mit Maxim, einem Fernfahrer aus Russland, verständigten wir uns mit Händen, Gesten, Handyübersetzungen und per Vokabulare. Die Begegnung war sehr herzlich und einige von uns spendierten die Mitbringsel für seine junge Familie.
Früh gings ab ins Bett, die Busse mussten nachts weiter fahren, damit wir früh genug in Berlin ankommen.
Mit einigen Holpersteinen erreichten wir am frühen Nachmittag Berlin. Mit der U-Bahn besuchten wir das Brandenburger Tor, die Stadtmitte, das Reichsgebäude (leider nur von aussen). Die letzten Souvenirs für zu Hause wurden ergattert. Was noch fehlte war ein deftiges Nachtessen was die "Bueben" sehr freute. Schnitzel mit Pommes, Gnagi und Sauerkraut lässt unser Herz erwärmen.
Zügig ging es weiter Richtung Süden, Richtung Heimat. Und vor dem letzten Rast mussten wir nochmals einen Nothalt machen, weil beim Jochens Bus ein Keilriemen liess. Nichts destotrotz erreichten wir pünktlich um 14.00 Uhr (Markus prophezeite dies voraus) den Bahnhof in Luzern wo sich alle in die Arme fielen und einige bereits die Busse verlassen haben.
Ein grosses DANKE geht an die Fahrer Markus+Aline und Jochen+Toni. Sie haben uns sicher und heil wieder zurück gebracht.
Rund 9500 km zeigte der Tacho.

Mittwoch, 21. September 2016
Ural und Europa

Bereits sind wir in Moskau angekommen und warten bis die Busse wieder losfahren. Immer noch gen Westen zur Grenze nach Littauen und Lettland.
Die Stadtrundfahrt in der Millionenstadt Moskau liegt bereits hinter uns. Beeindruckend und auch sehr impossant sind all die Sehenswürdigkeiten wie der Kreml, der Rote Platz, das Bolschoj Theater uvm. Grosse Aufregung und Freude kam auf als wir den alten Bus von Kaspi Küttel vor dem Hotel Izmailovo entdeckten. Die Gäste im Bus und auch der Fahrer kamen aus dem Staunen nicht heraus als all die Fotografen seinen Bus abblitzen wollten.
Ein wenig mit Wehmut denke ich zurück an die letzte Woche.
Sibirien mit seiner Weite, seinen Bewohnern, den Wäldern, den Sümpfen und vereinzelt verstreuten Dörfern wo die Zeit noch "stehen blieb". Für mich das wahre Russland.
Denn spätestens ab Freitag wurde uns auf der Fahrt bewusst, dass wir wieder in "Europa" sind. Der Ural trennt nicht nur Asien von Europa, auch die Hektik, der Verkehr, der Strassenlärm, die vielen Baustellen nahmen enorm zu. An einem einzigen Tag sahen wir mehr Unfälle, Pannen und unendlich lange Lastwagen Konvois wie auf der ganzen Reise durch Sibirien.
Viel wurde diskutiert über den Strassenbau. Einmal war eine einzige Baustelle über 35 km lang.
Diese Strassen stellten die Busse sowie die Anhänger auf eine harte Probe. Zum Glück sind Markus und Jochen auch perfekte Mechaniker somit konnte viel Umtrieb und Suche nach einer Reperaturwerkstätte verhindert werden.
Kazan die Tatarenstadt erhellte unsere Gemüter sofort. Welch saubere und mit viel Fleiss erbaute Stadt, mit Kreml, Nikolaj und Peters Kathedrale, die heute zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, wirkt die Stadt sehr orientalisch und geheimnisvoll. Kunterbunt sind auch die Bewohner der Stadt. Alle waren verliebt in dieses Juwel inmitten von Russland wenn auch das Wetter garstig war.
Vor uns liegen jetzt noch gut 3000 km bis nach Weggis.

Bericht vom 14. September

Mittwoch, 7. September 2016
Sibirien 2

Während die Busse Richtung Westen rollen können wir uns mit jassen und anderen Kartenspielen beschäftigen. Anfangs mit kurvenreicher Strecke und vielen Baustellen. Vom Baikalsee bis nach Irkutzk wird eine riesige Schneise Wald gerodet um den Touristen die die unberührte Natur am Baikalsee erleben möchten eine bequemere Anfahrt zu bieten.
Auch hier wird einiges fur den Tourismus geboten.
Es nieselt und regnet immer wieder, aber das stört niemanden, die Birken und Kiefern der Taiga stehen dicht bis zur Landstrasse. Plötzlich wird es zusehends heller und die Bäume machen Platz für unendliche Flächen mit riesigen Getreide- und Maisfeldern. Sind wir in der Kornkammer Russlands unterwegs?
Das Einkaufen in den typischen "Tante Emmas" Läden wird für die Einwohner wie für die Reisenden zum Erlebnis. Mittags probieren wir die russischen Spezialitäten wie Soljankasuppe, Bortsch und andere Zwischenverpflegungen die in westlicher Sprache kaum aussprechbar sind.
Immer öfters überqueren wir die TransSib die von Moskau Richtung Osten führt. Lange Züge lassen uns erahnen, dass der Zug hier ein überlebenswichtiges Transportmittel ist.
Öfters werden wir durch Polizeikontrollen angehalten. Markus und Jochen machen sich den Spass daraus wer mehr angehalten wird. Grins.... Mittlerweile steht es 5:1 für Pilot Reisen.
Überall am Strassenrand preisen die Anwohner ihre selbstgepflückten Pilze und Beeren an.
Gestern Mittag wurden wir wieder durch die Bordküche mit feinem Wurst-Käsesalat verpflegt.
Dann erlebten wir ein HIGHLIGHT worauf sich alle schon tagelang freuten. Wir fuhren mitten in ein Kohlebergwerk im Kemerovo Kuzbass Region. Hier wird 24 Std. am Tag Braunkohle im Tagebau geschöpft und in alle Länder transportiert. 70 % geht alleine nach Westeuropa. Die Anlage ist toppmodern mit den neusten Geräten ausgestattet. Vom Überwachungsposten kann die Position des Belaz, die Ladung, Geschwindigkeit, sogar der Druck der riesigen Pneus abgelesen werden.
Heute entdeckte jeder auf "eigene Faust " die drittgrösste und moderne Metropole Russlands, Novosibirsk.
Der Bahnhof der TransSib, die lange, breite Einkaufsmeile, das Theater, die Alexander Nevsky Kathedrale oder liess sich im 9. Stock des Hotel Double Tree by Hilton im Wellnessbereich verwöhnen.
Einige deckten sich mit dem weit über die Landesgrenze hinaus bekannte Beluga Wodka als Mitbringsel ein.
Ab Ulan Bator sind wir jetzt genau 2600 km, das sind gut ein Viertel der gesamten Reise, gefahren resp.mitgereist.

Mittwoch, 7. September 2016
Sibirien

Mütterchen Russland hat uns mit kleinen Startschwierigkeiten herzlich empfangen. Wie eine Schnittstelle wechselt die Landschaft hier abrupt. Birken und Lerchenwälder, Sümpfe, und unendliche Weiten so weit das Auge reicht. Dass es Mücken gibt haben einige bereits schmerzhaft miterlebt. Kratz kratz.
Am 01. September fängt in Sibirien die Schule wieder an, überall treffen wir auf fröhliche Schüler mit weissen Schürzen und dekorativen Hauben.
Irkutzk die Sibirische Hauptstadt ist sehr geschäftig und lebhaft.
Heute durften wir die Südküste des Baikalsees kennen lernen. Gestern noch mit 25 Grad, heute mit gefühlten 5 Grad, windig und wellig gings auf die Bootstour auf dem Baikalsee. Dem saubersten See der Welt. Rund 620 km lang bis 80 km breit und mit Tiefen bis zu 1637 m.
Trotz Regen besuchten wir den Port Baikal wo die frühere Strecke der Transsibirien Eisenbahn gebaut wurde, die heute für touristische Zwecke genutzt wird.
Beim Barbeque konnten wir die verschiedenen Zubereitungs Varianten des endemischen Omulfisches probieren. Mann ist der lecker.
Nach der Bootstour zog es einige in die Sauna oder in die Badewanne um die kalten Glieder wieder auf zu tauen.
Nach dem Nachtessen zeigten uns unsere reiferen Reisegäste, dass die Musik der 80er Jahre auch heute noch topaktuell ist.
Dass die Russen mehrheitlich Wodka trinken wird uns spätestens bei der Weinbestellung beim Italiener bewusst. Die Weinkarte prall gefüllt aber im Angebot ist ein toskanischer Rotwein. Total 2 Flaschen im Lager wohlbemerkt.....für 20 Gäste.
Na ja es gibt schlimmeres.
Morgen starten wir zur nächsten, grossen Etappe mit gut 1950 km bis nach Novosibirsk.

Mittwoch, 7. September 2016
Mongolei

Kaum aus der Stadt öffneten sich die Schleusen und der Wind fegte uns um die Ohren. Das grösste Reiterdenkmal der Welt von Dschinggis Khan und die Fahrt zum Terelj Nationalpark wurde trotzdem zum Erlebnis. Kamele, Adler und Geier, die ersten Kuh- und Yakherden alles Motive fürs Fotoalbum.
Wie hart und einfach die Mongolen in ihren Gers, zu Deutsch Jurten leben wurde uns bewusst als wir unsere Behausung für die nächste Nacht bezogen. Schmale Betten, dünne Decken und ein einfacher Holzofen ist das Innenleben. Den Duft der die filzigen Wände ausströmen ist unbeschreiblich und haftet auch jetzt noch teils an den Jacken.
Wir wurden fürstlich entschädigt bei Kerzenschein durch Berts Filets die allen mundeten. Mit Taschenlampe suchten wir den Weg zur Jurte aber Lagerromantik kommt da nicht gerade auf wenn du nachts stündlich aufstehen musst um Holz nachzufüllen damit du unter der Decke nicht erfrierst und die Wachhunde jedesmal bellen wenn wieder mal ein fremdes Tier auftaucht. Antoinette wird dies noch länger in schmerzlicher Erinnerung bleiben.
Am nächsten Morgen hatten wir Action mit den Jeeps, gings durch die grün braune Schlammlandschaft und die Fahrt über die breiten Flüsse.
Freudig wurden wir von Aline, Markus und Jochen empfangen. Ab dann konnten wir zurück lehnen und die traumhafte Landschaft der Mongolei geniessen, bei Pick Nick mit Suppe und Hörnlisalat verwöhnt. Anschliessend erlebten wir ein Gewitterkonzert mit Hagel, Blitz und Sturm. Die Hügel wurden innert Sekunden weiss und die Wiesen und Wege verwandelten sich in Sturzbäche.
Langsam verändert sich die Landschaft in saftiges grün und gelb und riesige Kornfelder zogen an uns vorbei.
Der Besuch bei einer Mongolen Familie beim Nachtlager am See bei km 101 war sehr herzlich. Stolz wurde die Tracht angezogen, durften kurz eine Runde reiten auf den kurzbeinigen Pferdchen. Erste Geschenke wurden überreicht.
Nach einer kurzen aber bequemen Nacht unter der warmen Daunendecke fuhren
frühmorgens die Busse los Richtung mongolisch/russischer Grenze wo wir jetzt im Nowhere auf unsere Einreise nach Russland warten.

Mittwoch, 7. September 2016
Anreise mit Aufregung

Nachdem die Huerzeler Radfernfahrt Moskau-Peking mit rund 7800 km erfolgreich beendet wurde, beginnt nun der 2. Teil dieser spannenden Tour von Pilot Reisen. Die Rückführung der Nightliner, zurück in die Schweiz.
Alle Reiseteilnehmer fanden den Weg nach Kloten zum Check In. Pias Handy wurde mit Expressdienst nach Küssnacht gebracht. Übergepäcksgebühr mit List umgangen, Passkontrolle mit kleinen Hindernissen und Verlusten überwältigt etc. Grosse Aufregung erwartete uns bereits in Moskau. Nachdem unser Flieger mit Verspätung gelandet war mussten wir uns trotz versprochener Hilfe alleine und mit spitzensportlicher Leistung durch die mit vielen Shops gespickten Terminals zum Gate 5 bewegen, sprich springen.
Unsere rot eingepackten Koffer hatten es viel besser, warteten sie doch bereits zum verladen vor dem Jet der Aeroflot.
In Ulan Batar wurden wir von Bert, dem Holländer und seinem Team empfangen. Mit frisch duftenden Sandwich aus eigens hergestelltem Goudakäse, Schinken- und Frikadellenbrötchen gings auf die Stadtbesichtigung.
Dank Sonntag war es relativ ruhig auf den Strassen und so sahen wir viel von der aufkommenden Metropole die auf gut 1300 Metern liegt.
Während sich am Nachmittag die meisten ein Powernap gönnten begaben sich die andere auf eigene Erkundungstour im Zentrum.
Mit einem reichhaltigen Grillteller wurden wir im Hotelrestaurant verwöhnt. Nach dem Schlummerdrink sanken wir in Tiefschlaf und freuen uns auf morgen mit der Weiterreise zum Terelj Nationalpark. Guet nacht in die Schweiz.

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