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PILOT REISEN

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Radfernfahrt Reiseblog

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Donnerstag, 25. August 2016
Ankunft in Peking

17.-25. August - Die Busse haben nun chinesische Nummernschilder und uns begleiten  zwei chinesische Guides, Alan und Jack - und damit kann die Reise weitergehen. Erenhot könnte gegenüber Zamiin-Uud nicht gegensätzlicher sein. Die beiden Städte trennt nur ein Zoll, man fährt von einfachen Holzgebäuden und Sandstrassen direkt in eine moderne, fast schon schillernde Gegend. Die Chinesen sind sehr Neugierig und kennen da keine Privatsphäre - wo immer wir auftauchen gibt es ein Blitzgewitter vieler Kameras. Man könnte meinen unsereins wäre Superstar. Gar nicht mal so angenehm, finden wir! Unsere Übernachtungsplätze werden durch die dichtere Besiedelung immer schwieriger zu finden. Doch wir schlagen uns durch :-) Das nächste Highlight ist die Besichtigung der chinesischen Mauer - und wie uns das Glück hold, wir finden einen Platz ohne Touristen, ohne Gedränge, ohne Krach und Geschrei :-) Wunderschön ist es hier, das erklimben der Mauer sowie die uns bietende Aussicht geniessen wir in vollen Zügen. Aufbald heisst es Abschied nehmen von unseren Radfahrer-Gästen und somit treffen wir in Peking ein. Da die Nightliner sich nur im Ring 6 aufhalten dürfen, heisst dies für uns vorzeitig Tschüss zu sagen. Eine tolle, strenge, abwechslungsreiche, fordernde, lustige, überraschende, verblüffende Zeit haben wir hinter uns und sind dankbar für all die schönen Erlebnisse. Heimat, jetz gehts Richtung Heimat..

Mittwoch, 17. August 2016
Von Ostgobi nach Erenhot

08.-16. August - Nach unserem Aufenthalt in Ulaanbaatar gehts jetzt weiter Richtung Zamiin-Uud. Kaum raus aus der Stadt ändert sich das Landschaftsbild wieder schlagartig. Wieder bieten Jurten den Nomaden ein Dach über dem Kopf und wie wir mit den Nightlinern durch die Gegend fahren gelten wir fast als ausserirdisch. Selbst die Tiere können da auch mal kucken und sehen uns mit Grasbüschelverhangenen Mäulern dümmlich entgegen. Vom Schweizer Fernsehen erhalten wir Besuch von Evgeny und Christof, sie fahren ein Stück mit uns. Wir kommen in eine neue, noch kargere Landschaft mit teils sandigtrockenen Abschnitten und nähern uns mit grossen Schritten der Wüste Gobi. Zu erwähnen ist; die Strasse ist in einem super Zustand! Odnoo erzählt uns, dass diese Strasse vor zwei Jahren fertig gebaut worden ist und diese von den Amerikanern finanziert wurde. Wie erfahren, dass es hier viele Bodenschätze gibt und naja - 'eine Hand wäscht die andere' spekulieren wir mal. Das Tor zur Ostgobi ist ein wunderschönes Fotosujet - der Bus posiert richtig professionell vor diesem schönen Bogen. Wüstensand und trockene, heisse Luft begleiten uns die nächsten Tage, einfach herrlich hier in dieser menschenarmen Gegend. Und passend in dieses Bild begegnen wir den ersten freilebenden Kamelen. So unwirklich diese Szene sein mag, wir stehen da und schauen ehrfürchtig ihrem vorbeiziehen zu. Was für friedlich wirkende, wundervolle Tiere. Und so berührend schön sie hier frei lebend zu sehen und zu beobachten.. Die Mongolen sind von Natur aus eher neugierig und so erhalten wir immer wieder Besuch - seis von immer lächelnden Kindern oder über unsere Reise interessierte Erwachsene. Wie bereits geschrieben; wir sind verliebt.. in dieses Land. In die Menschen, die Tiere, die Landschaft. Eigentlich schade, dass wir die Grenze schon erreichen. Noch eine letzte, von Sternen strahlende Nacht unter dem Himmel der Mongolei und wir sagen auf Wiedersehen und tausend Dank - баяртай, баярлалаа, bayarta und baierla :-) Nach Zamiin-Uud ist noch ca. ein Kilometer der "alten Strasse", dies bedeutet eine 100%ige Sandpiste, der Nostalgie wegen vorhanden. Spannend über den Sand zu brettern, irgendwie nicht von dieser Welt. Jetzt heisst es Abschied zu nehmen von Odnoo, die uns so richtig ans Herz gewachsen ist. Sie begleitet uns  bis über den chinesischen Zoll. Hier läuft alles militärisch streng, man denkt sich 'eine falsche Bewegung und aus die Maus'. Ein bisschen innerlich Hilfe schreiend. Irgendwie unwohl und mit bitterem Nachgeschmack wenn die strenggesichtigen Herren einem anschauen. Die Busse müssen über Nacht in der Sperrzone bleiben und wir lassen sie eeecht ungern alleine. In Erenhot beziehen wir ein Zimmer im Hotel Pacific und schlafen mal wieder richtig aus bevor es an die Verzollung der Nightliner geht und ein ganzer Tag draufgeht für Formalitäten und Bürokratie. Wir warten nun darauf, dass die beiden Busse chinesisch werden :-)

Montag, 8. August 2016
wunderschöne Mongolei

22. Juli-07. August - Mit grosser Vorfreude treffen wir auf den Baikalsee. Dieser See ist mit seinen rund 1600 Metern der tiefste und älteste Süßwassersee der Welt und sein klares, kaltes Wasser auf der Haut zu spüren ist einfach nur wundervoll. Der "Nebel", welcher uns nicht erlaubt auf die andere Seite des Sees zu blicken, stellt sich später leider als Rauch eines  Waldbrandes heraus. Den beissenden Gestank erleben wir als schändlich in dieser naturbelassenen, menschenarmen Gegend - denn wie Gerüchte sagen werden die Brände von Menschenhand gelegt. Holzen ist hier verboten, jedoch erlaubt wenn ein Brand durch die Wälder streift. Diese blühende, von saftiggrünen Bäumen verdichtete Natur geniessen wir in vollen zügen - unsere Schlafplätze sind deswegen ein absoluter Traum! Nun gilt es Richtung Mongolei weiter zu ziehen. Russland ade.. Sehr am Herzen liegt uns zu sagen; vielen Dank Russland. Vielen Dank für all die tollen Begegnungen lieber Menschen. Vielen Dank für die schöne Landschaft und vielen Dank dafür, dass Nichts, absolut gar Nichts der Gerüchte und Geschichten des "bösen, düsteren, gefährlichen Russland" zugetroffen hat. до свидания - do svidaniya Russland. Bis bald! Auf einen Schlag beginnt sich die Landschaft zu ändern und uns zeigt sich eine teils steppige Gegend. An der Grenze treffen wir Odnoo, unsere deutschsprechende mongolische Begleitung. Läppische drei Stunden brauchen wir durch den Zoll, ein grosses Dankeschön an Odnoo. Kaum über die Grenze gelangt können unsere Augen gar nicht genug bekommen von der hier hügligen, mal dunkelgrünen, mal steppig sandigen Natur. Unsere Herzen haben sich schlagartig um einen Takt erhöht für dieses uns neue, fremde, ferne und jetz so nahe Land. Freilaufende Tierherden wohin das Auge reicht; Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen - sie alle können sich frei bewegen und kommen ohne uns Menschen herrlich selbst zurecht! Es ist nahezu unbeschreiblich dies zu erleben. Man steht da und beigeistert sich über unzählige Dinge - Edelweisse blühen auf grünen Wiesen, eine tiefgehende Stille überzieht die riesig weite, grossartige Sicht in die Ferne. Der Wind weht durchs Haar und man spührt sich selber mehr denn jeh wenn die heiligen Hügel der Schamanen mit ihren Zeichen stolz in den Himmel ragen. Unsere Übernachtungsplätze hier sind unübertreffbar.. Wir haben uns gefreut und waren gespannt auf dieses Land und all unsere Erwartungen haben sich um Längen übertroffen. Odnoo erklärt uns, dass die Mongolei 3 Millionen Einwohner zählt und 75 Millionen Tiere hier leben - vom Wolf bis zum Schaf. Nun treffen wir in Ulaanbaatar ein, hier leben rund die Häfte Einwohner des ganzen Landes. Eine grosse Stadt mit vielen Möglichkeiten - ein krasser Gegensatz zu den ländlich wohnenden Nomaden in ihren Jurten.

Donnerstag, 21. Juli 2016
von Omsk nach Novosibirsk

05.-21. Juli - Heute treffen wir in Omsk ein, wo wir Hilfe von Reto, einem unserer Gäste, beim Einkauf erhalten. Reto lernt seit einem Jahr in der Schweiz die russische Sprache - jetzt auch zum Vorteil von uns :-) Wir treffen einen sehr netten Taxifahrer, welcher auf uns vor dem Einkaufscenter wartet. Dies ist nicht selbstverständlich - denn wir hatten schon das Vergnüngen statt im Hotel anzukommen plötzlich am Flughafen ausgeladen worden zu sein - tja.. und dann such mal ein Taxi wenn der Flughafen einen Flieger pro Tag empfängt. Dies sind dann so genannte verschenkte Stunden, so unter uns gesagt. Nikolaj und Alina aus Omsk stehen uns hier zur Verfügung und alles klappt wie am Schnürchen - Wasser ist da, für Strom ist gesorgt und auf dem grossen Teerplatz können wir uns richtig breit machen. Vielen Dank liebe Alina und lieber Nikolaj auch fürs herum chauffieren und die Übersetzungen. Hier nach Omsk treffen wir zum ersten Mal auf die Transsibirische Eisenbahn - diese Schiene begleitet uns nun die nächste Zeit. Unsere Gäste kommen psychisch wie physisch nun langsam aber sicher an ihre Grenzen und nicht jeder gefahrene Kilometer ist ein schöner. Wehwehchen hier, Wehwehchen da - seelisch wie körperlich. Ausserdem bekommen wir Besuch von Herrn Regen - für uns „hinter-der-Scheibe-sitzenden“ natürlich eine willkommene Abwechslung. Für die Radfahrer eher nervig.. Dreckige Rücken, welche nicht mehr so entzücken. Nasse Socken, die nicht frohlocken. Kalte Finger, zum Schalten unfunktionelle Dinger. Durchnässte Trickos, nicht wirklich famos. Ihr wisst was ich meine.. Wir kommen nach Novosibirsk, welch eine schöne Stadt mit einem prächtigen Bahnhof. Und wieder treffen wir herzliche Menschen, wir sind einfach nur begeistert von Russland. Sergi, wieder ein ganz netter Taxichauffeur, fährt uns in ein Lenta - eine Einkaufscenter-Kette, in der man alles was das Herz begehrt erhält. Sergi hilft uns beim Einkauf und das ist lustig - wir verstehen uns mit Handzeichen und wie kauft man Rindfleisch ein? In dem man auf eine Sorte mit dem Finger zeigt und fragend muuuuuht :-) Klappt ganz gut. Wir fahren weiter und die Gegend fängt sich an zu verändern. Nicht mehr nur lauter Fichten sind zu sehen, jetzt sieht man hie und da eine Tanne oder viele Kiefern. Wir durchqueren Krasnojarsk, den Geburtsort von Helene Fischer. (laut Wikipedia; Helene Fischer wurde als Jelena Petrowna Fischer in Sibirien, in Krasnojarsk, geboren. Die Großeltern waren Wolgadeutsche, die 1941 nach Sibirien deportiert worden waren). Markus bezahlt hier seine erste Busse, er ist nicht angeschnallt. Der Herr Polizist und Markus haben wiedermal ein Chäferfest, noch nie sind wir auf einen unfreundlichen Gesetzeshüter gestossen. Markus fragt mit seinem Übersetzungs-App, ob wir seinen Hut (Christoph, wir haben Dich nicht vergessen) haben dürfen. Herr Polizist verneint. Markus tippt ein „und wenn ich ihn klaue?“ - und schon wieder gelächter :-) Herrlich. So.. weiter gehts auf unserer Etappe nach Irkutsk, wir freuen uns auf den Baykalsee.

Montag, 4. Juli 2016
Ankunft in Sibirien

25. Juni-04. Juli - Wir durchqueren den Ural und unsere neue Heimat wird Sibirien. Ruedi muss sich seinen Zahnschmerzen stellen und einen Zahnarzt aufsuchen. Gesagt, getan - und dann noch eine Wurzelbehadlung. Er erzählt: links ein Junge, rechts ein anderer Patient. Und inmitten des Getümmels Ruedi in seiner Wurzelbehandlung. Erlebnis pur :-) Oder so. Wir fahren weiter nach Chelyabinsk wo wir bei Dimitri auf dem Firmengelände übernachten können. Wir dürfen sein Arsenal an Schneemobilen, Quads und Booten einsehen - was für coole Spielzeuge. Herzlichen Dank an Dimitri und Vadim für den lustigen Abend. In Chelyabinsk führt der Silk Way durch, wir betreten die Grenze zu Asien. Der Korrespondent Christof und Kameramann Sergej vom Schweizer Fernsehen begleiten uns und wir sind froh um Christofs Hilfe bei unserem grossen Lebensmittel-Einkauf - ist schön wenn man weiss was man da einkauft :-) Eine ganz neue Erfahrung mal nicht nach Farbe oder Aussehen auszusuchen :-) Bei unserer Weiterfahrt sehen wir ein Gefängnis, wie man sich das so vorstellt: Stacheldraht überall, bewaffnete Wachen und unüberwindbare Mauern. So wie im Film. So krass und kalt und mit dem Gefühl als würde einem ein Schauer über den Rücken laufen. Beim Gedanken selbst hinter diesen Mauern eingesperrt zu sein einem die Kehle zuschnürt und nach Atem ringend eine Gänsehaut überfällt. Wer da hausen muss.. wir haben Mitleid - oder doch nicht. Schwierig. Die Rastplätze werden rarer, doch finden wir immer wieder einen guten Ort zum übernachten - mal neben einem Friedhof, mal umzingelt von Trucks. Und in den meisten Nächten bewachen uns Polizisten, darunter ganz nette wie zum Beispiel Alexej ;-)

Freitag, 24. Juni 2016
Russisches TV zu Besuch beim Abendessen

Den ganzen Beitrag gibt es hier zu sehen:

https://youtu.be/k9eqJ1VEkDE

oder

http://gtrk.tv/novosti/27317-v-ufu-pribyli-uchastniki-unikalnogo-veloprobega

Freitag, 24. Juni 2016
Erstes Etappenziel in Ufa erreicht

18.-24. Juni - Das erste Etappenziel ist erreicht, wir treffen in Ufa ein. Einiges ist passiert in dieser kurzen Zeit, vom Reifenwechsel bis zum Huupkonzert. Aber alles der Reihe nach.. Wir fahren durch vom Auge fast ungreifbare Weiten in Ihren Farben erstrahlend, von blass scheinendem Türkis über sattes Royalblau bis hin zu tiefem Grasgrün, über die Hauptstrasse, welche und durch Nizhnekamsk über Chelny bis hin nach Ufa führt. Die Strassen werden, man kanns wirklich kaum glauben, teils immer schlechter - da ist es doch lustig, dass alle 20 Kilometer eine Radarfalle gestellt ist. Wir fragen uns: Wie kann man da nur geblitzt werden :-) Das heisst von teils schlecht zu grottenschlecht. Somit haben Markus und Jochen nach gefahrenen 4000km bereits das 3. Rad gewechselt. Einmal war eine Schraube schuld, einmal ein ziemlich gut getarntner Bordstein. Unsere Fahrradfahrer halten sich super bei dieser Hitze - von Etappen bei 100 bis 150km fahren sie gesund und unversehrt ins Ziel. Wir essen sehr einfach, aber erstaulich gut - für umgerechnet um die CHF 7.00 wird man hier satt. Unsere Einkaufstouren bleiben spannend - mal fahren wir in eine Polizeikontrolle (à la Markus-Polo ;-) natürlich) und mal spricht ein Ladenbesitzer schwedisch mit uns. Alles ist händelbar wenn man weiss sich zu helfen :-) Vielen Dank an der Stelle an unsere Gäste Nadine und Peter für die Mithilfe beim putzen und einkaufen. Auch noch erwähnenswert sind die Huupkonzerte, da das russische Fernsehen nun schon den zweiten Bericht über unsere Reise filmt - den Link findet Ihr im nächsten Beitrag - und die Leute auf der Strasse uns teils schon erkennen! Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Einheimischen ist meist sehr herzlich, wir fühlen uns sehr wohl hier in Russland!

Freitag, 17. Juni 2016
Unterwegs Richtung Osten

13.-17. Juni 2016 - Unterwegs immer Richtung Osten nach Kazan. Die M7 wird unser neues Zuhause. Markus fällt auf, dass unsere alten, in die Jahre gekommenen Fahrzeuge, welche gemäss unseren Umweltnormen gar nicht mehr im Verkehr sein dürften, hier in Russland ohne Probleme gefahren werden dürfen. Die Russen fahren einfach drauf los, Hauptsache es geht vorwärts. Dass die Stossdämpfer, die Chassis und überhaupt jedes einzelne Teil am Fahrzeug auf den mit Schlaglöchern übersaehten Strassen zu Schaden kommen könnten, ist hier totale Nebensache. Da sieht man bei Markus und Jochen schon den einen oder anderen Schweisstropfen aufblitzen. Unsere Übernachtungen werden immer spannender. Wir kochen zum ersten Mal im Haenger, alles läuft einfach perfekt - Eigenlob stinkt, ijaija. Aaaber es ist wies ist - das Lob der Gaeste ist unsere Bestaetigung :-) Um halb 7 gibts Nachtessen - und schon sind die Bain-Marie gefüllt, es sieht echt lecker aus *stolzaufuns*. Ausserdem.. die Polizei lässt uns nicht aus den Augen. Sie schieben Wache neben unseren Nightlinern, die ganze Nacht! Naja, um 1 Uhr beobachten wir, wie zwei normal gekleidete Jungs einen nicht ganz so glücklich reinschaueneden Herren in Handeschellen hinters Tankstellen-Häuschen führen. Was dann passiert.. Wir können nur spekulieren. Deswegen wohl die Wache unsere leibeigenen Wächter in den Uniformen :-) Wir sind dankbar.. Der Russische Tourismusverband ist immer im Bilde über die Reise unserer Gaeste, deswegen ist auch die Polizeit informiert. Überall wo wir uns hinbewegen - sie wissen Bescheid. Unser nächstes Ziel liegt in der Nähe von Kazan. Wir passieren einen Bahnübergang - Stolpersteine wohin das Auge reicht. In die Höhe ragende Betonteile, abgesenkte Schienen, notdrüftig reparierte Gehsteige UND ein blutendes Chauffeuren-Herz. Die Fluchwörter, welche Markus in diesen paar Metern gefunden hat. Haiaiai.. So, endlich am Ziel. Feierabend, wie das duftet :-)

Dienstag, 14. Juni 2016
HAPPY BIRTHDAY TO YOU MARKUS

Leider können wir dir den Geburtstags-Kuchen nicht persönlich überbringen. Deshalb...

Alles Liebi & Gueti zu dim hüttige Geburtstag Märk

Und weil ihr gerade in Russland unterwegs seid, darf ein passender Trinkspruch nicht fehlen

За удачу! [sa udátschu]
За твоё здоровье! [sa twajó zdarówje]

das wünschen dir
Pia, Daniela & Thomas


Montag, 13. Juni 2016
Start beim Ismailovo Kreml mit Folklore, Tanz + CH/RUS-TV

12. Juni 2016 - Heute wird Fahrrad gefahren. Unsere Gäste brennen darauf endlich ein paar Kilometer zu geniessen. Das Schweizer und sogar das Russische Fernsehen ist da. Bilder werden geschossen, Interviews gemacht und Videos aufgenommen. Es wird gesungen, getanzt - es ist eine Freude! Nach der Zeremonie werden die Gäste von einer Polizei-Eskorte aus Moskau raus begleitet. Das Wetter könnte besser sein, es ist kalt und nass. Aber für unsere hartgesottenen Sportler kein Problem. Gut sind wir Chauffeure :-)
Rund 80 km später richten wir auf einem Rastplatz unser Nachtlager ein.

Montag, 13. Juni 2016
Stadtrundfahrt mit Kreml Besichtigung

11. Juni 2016 - Stadtbesichtigung Moskau.
Total erwartungsvoll freuen wir uns auf die heutige Stadtrundfahrt. Ein ortsansässiger Chauffeur holt uns mit dem Bus ab. Die nette Dame, die die Führung leitet, ihr Name ist leider für mich unschreibbar, erzählt uns detailliert über diese sehr saubere, moderne Stadt. Das Metronetz verläuft über stolze 270 km und besitzt 200 Stationen. Das Territorium Moskau ist 2300 km2 gross, der Strassen-Ring 900 km lang. Vorbei fahren wir an einem Stadion, welches für die Fussball-WM 2018 gebaut wird - das Grösste liegt im Süden der Stadt und fasst unglaubliche 83000 Plätze. Weiter gehts zum Kreml - zur "Festung". Hier liegt der älteste Teil der Stadt, denn Moskau wurde um den Kreml rum aufgebaut. All die prächtigen Gebäude mit den plattgoldenen Dächern, bis aufs kleinste in Perfektion verziert - wundervoll. Hier erstarrt die Ehrfurcht vor den Erbauern dieser prunkvollen "Paläste". Als Abschluss sehen wir die Kathedrale, welche 1883 eröffnet und 1931 leider zerstört wurde. In den 90er Jahren wurde die russisch-orthodoxe Kirche in Originalgrösse wieder aufgebaut - 500 Millionen Dollar haben die Bürger sowie Firmen investiert für den Erbau dieses einzigartigen Kunstwerks.

Montag, 13. Juni 2016
"Ruhetag" in Moskau

10. Juni 2016 - "Ruhetag" in Moskau. Während unsere Gäste die Einladung in der Schweizer Botschaft geniessen dürfen, schleppen wir im nahegelegenen Einkaufscenter Essen für die nächsten Tage sowie fast 300 lt Getränke ran.
Ok. Zugegeben - wir haben für die letzten paarmal tragen Hilfe von Gästen gehabt. Allein Walti hat ca. 50 lt geschleppt - dä starki Cheib! Der Tag vergeht wie im Flug, noch kurz was essen gehen und dann ab ins Bett.
Essen.. Ja, das ist hier so eine Sache. In der Vorstellung: leicht angebratener Lachs, überzogen mit einer dünnen Schicht Zitronensaft, dazu herrlich duftender Kartoffelstock mit einem Hauch Muskat. In der Realität: kalte, etwas zu dick geratene Lachs-Streifen und 3 kleine runde Kartoffeldinger. Gut, es ist wenigstens schön angerichtet. Tja - andere Länder, andere Sitten. Aus Anstand, wie wir es gelernt haben, wird dies gegessen.

Montag, 13. Juni 2016
Moskau

9. Juni 2016 - Moskau. Heute gilt unser 600 km entferntes Ziel zu erreichen: die "sumpfige Stadt" - Moskva.
Die Fahrt verläuft gut und wir kommen abends im Hotel Delta an. Die City ist wie jede City überfüllt mit Autos - um es in Zahlen zu sagen: 5 Millionen Privatautos nebst dem ganzen sonstigen Verkehr. In dieser wirklich grossen Stadt leben 15 Millionen Menschen. 15 Millionen!!! Doppelt soviel wie die ganze Schweiz Einwohner hat. Wahnsinn

Montag, 13. Juni 2016
Mütterchen Russland erwartet uns

8. Juni 2016 - Heutiges Ziel: Grenze Russland passieren.
Frisch geladen mit den Koffern und Gästen an Bord fahren wir nach Terehova. Gespannt bis in die Fingerspritzen erreichen wir kurz vor Mittag den Zoll. Alles streng nach Vorschrift - jedes Formular muss unterschrieben sein. Ist alles ausgefüllt? OMG. Die Nerven, zum zerreissen gespannt. Markus wird von dem linken Schalter zum rechten gehetzt. Die russischen Grenzwächter lachen sich in Fäustchen :-) Nach knapp 4 Stunden war der Spuk vorbei. Jeder Wächter kriegt noch sein Formular und Barrieren tun sich auf - unsere Mienen fangen an sich zu entsteinern. Unnnnd durch! Doch noch nicht ganz - es fehlen die Haftplichtversicherungen. Bei der nächsten Tankstelle kaufen wir diese, und gut. Nach all der Anspannung suchen wir einen Rastplatz um was zu essen und zu schlafen. Nach einem Markus-Polo-Ausflug...
ok, das muss ich kurz erklären. Auf unserer Suche kam die glorreiche Idee rechts weg in eine Einfahrt zu biegen - denn laut Messer/Gabel-Schildern könnte da ja ein Restaurant sein. Weiter auf dieser von Löcher überzogenen "Strasse" fragten wir dann nach dem Weg. Die Dame am Wegrand erklärt uns auf russisch iiiiirgendwas.
Fazit: wenden und zurück auf die Hauptstrasse. Da kamen nun die Sprüche unserer Gäste und somit wurde dieser Ausflug zum "Markus-Polo-Ausflug" :-) Zurück auf der Hauptstrasse finden wir dann doch noch was tolles. En guete und guet Nacht

Anmerkung von Pia: Nehmt euch in Acht vor den sogenannten Abkürzungen von Markus Polo. Es könnte länger dauern... Grins

Montag, 13. Juni 2016
Riga wir kommen

6./7. Juni 2016 - Unser Ziel: Riga. Frühmorgens. Grenze Polen. Mautgebühren. Wir wollen ja schliesslich alles richtig machen und fein bürgerlich, selbstverstaendlich wie wir erzogen worden sind, bezahlen. Doch die schicken uns von Raststaette zu Raststätte und irgendwie machts keinen Spass mehr - denn schliesslich müssen wir noch einige Kilometer hinter uns bringen. Die Zeit, wie immer der Feind. Dann doch noch - wir sagen Danke - wir dürfen bezahlen :-) Und weiter gehts. Auf einer fein säuberlich gebauten Autobahn Richtung Warschau. Danach entlang der Autostrasse Richtung Litauen. Was für ein schönes Land, dieses Polen. Alles erblüht in einem saftigen, hell glänzenden Grün. überall sind Störche stolzierend am Futter herjagend auf den frisch gesähten Feldern. Das Wetter ist herrlich, die Sonne legt einem ein wärmendes Gefühl auf die Haut. Grenze Litauen. Wiederholte Geschichte mit dem Mautgebühren :-) man merkt, die Englisch-Kenntnisse der Einheimischen fängt an zu schwinden desto östlicher die Reise geht. Auch hier, ein schönes Land. Flüsse, dessen Wasser in der Sonne glitzert, ihren Weg bahnend. Und natürlich wieder dieses wundervolle Grün. Nun gilt Vorsicht, denn auf keinen Fall dürfen wir den russischen Teil bei Kaliningrad, der einen Spickel am Meer bildet, passieren, denn dann würden wir an dieser Grenze hängenbleiben - wir finden einen Weg vorbei. Grenze Lettland. Riga ist nun in fast greifbarer Nähe. Doch bevor wir im Radisson-Hotel ankommen, gilt es die Züge auf Vordermann zu bringen. Wir fahren an einen Waschsalon, nette Herren, die die Nigthliner mit den Hängern für ganz gehoben westliche Preise für uns waschen - wir bezahlen. Mit einer Stunde Verspätung fahren wir um 15 Uhr am Hotel vor - die Freude ist gross, auch bei unseren Gästen, die in Riga bereits wenige Tage vor uns angereist sind.

Montag, 13. Juni 2016
Sponsoren sei Dank

5. Juni 2016 - schleppen bei Wind und Wetter. Was da so alles zusammen kommt an Fressalien, Powerpräparaten und Regenerationsmitteln. Wahnsinn. Die Sponsoren haben sich echt ins Zeug gelegt! Die nächste Eiszeit überleben wir bestimmt mit diesem Vorrat.
Mittag - unsere Züge rollen Richtung Frankfurt an der Oder. Herrlich zu fahren an einem Sonntag durch Deutschland.. Immer Richtung Berlin. An Nürnberg, Leipzig vorbei. Wenig Verkehr und somit keine Verzögerungen. Abends lädt Micha und Silvio zum Grill - man stelle sich vor... Hunger im Magen. Ein Duft nach zarten, mit süsslich-würziger Marinade eingeriebenen Hühnerflügeli wartend und fast schon einen Tick sabbernd vor lauter Vorfreude endlich reinzubeissen, an einem Tisch sitzend zusammen mit echt tollen Leuten, die man soeben kennengelernt hat. Verführerisch riechendes Knoblauchbrot mit exakt der richtigen Dosierung - ach wie ist das Leben schön. Tausend Dank an Micha und Silvio, es war ein wunderschöner Abend bei Euch!

Montag, 13. Juni 2016
Endlich kanns losgehen

04. Juni
4. Juni 2016 - ennnndlich kanns losgehen.. nach monatelanger Vorbereitung und bis ins Detail geplanter Austestung möglicher Situationen. Nach schlaflosen Nächten des Herumstudierens, nach mentaler und psychischer Belastung dieser zum Ziel gesetzten reibungslos abzulaufender, wollen wirs mal einfach ausrücken, riiiiesen Geschichte kanns nun eeeendlich losgehen. Einfach wiedermal "la bambele lah" und den Dingen seinen Lauf lassen.
Ok, Zündung rein - Test 1, Test 2. Hmm. Ok. Nachdem dann die Bremslichter am Hänger 2 Stunden später auch wieder funktionieren und in einem schönen, kräftigen Rot aufleuchten, kanns nun definitiv losgehen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Werni, Philipp und Pia für Ihr speditives Handeln. Unser Zug rollt, tschautschau all Ihr Lieben, die extra den Weg zur Garage gefunden habt, für Euer "auf-Wiedersehen-winken". Tschautschau Schweiz - Hallo Welt :-) 18 Uhr - auf gehts nach Blaubeuren zu Jochens Lager.

Montag, 13. Juni 2016
Start und Reisevorbereitung zur Radfernfahrt Moskau-Peking

Nach über zwei Jahren Vorbereitungszeit eröffnen wir hier den Reiseblog zur Radfernfahrt Moskau-Peking die am 12. Juni 2016 in Moskau (dem Nationalfeiertag Russlands) starten wird.
Es wird spannend für uns alle, ob Velofahrer/in oder Busfahrer/in :-)
Wir sind überzeugt, es wird zu einer der grössten Herausforderungen die wir als Team von Pilot Reisen je hatten. Hochs und Tiefs werden uns begleiten auf dieser 80tägigen Tour, denn auf den über 7800 km werden einige Höhenunterschiede, die Überquerung des Urals, Anpassung an Hitze, Kälte, Regen und nicht zu vergessen die Mückenplage die uns in Sibirien überraschen könnte, erwarten.
Wir sind voller Motivation und freuen uns auf das Abenteuer
Huerzeler Radfernfahrt Moskau-Peking
Lets start and do it!

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